Religiöses
Leben hat im Laufe der Jahrhunderte noch viele weitere Formen
hervorgebracht, die im Laufe eines Kirchenjahres zum Tragen kommen und
sich in Festen, Prozessionen, Wallfahrten und anderen Gottesdienstarten
sichtbar für alle zeigen. Örtliche Gepflogenheiten, die sich erhalten haben oder wieder aufgenommen werden, prägen somit die Tradition der
jeweiligen Gegend. Die Tradition darf aber nicht der Form halber
gepflegt werden, sonst verliert sie ihren Inhalt. Religiöse Traditionen
sind dann wirklich Teil des kirchlichen Lebens, wenn sie immer wieder
neu mit Leben erfüllt werden. Dann ist eine Prozession (z. B. an
Fronleichnam) auch keine publikumswirksame Show, sondern Lebens- und
Glaubensvollzug. |