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Pfarrei St. Petri Stuhlfeier zu Antiochien Großheubach  > Kirche weltweit  > Pater Zacharias

Lebenslauf von Pater Zacharias Elavanal, MCBS

„Ich wurde am 6.3. '48 in Palai, in Mittel-Kerala als 4. Kind meiner Eltern geboren. Ich habe noch 8 Geschwister, 3 Brüder und 5 Schwestern. 5 Geschwister sind verheiratet.
In Palai ging ich zur Schule bis zur 2. Klasse. Dann (ich war 8 Jahre) sind wir nach Nord-Kerala (Kozhikode) umgezogen. Obwohl es nur 300 Kilometer Entfernung waren, man musste damals mit Bus und Zug einen Tag und eine Nacht lang fahren. Danach besuchte ich bis zur 5. Klasse eine Schule in einem Dorf etwa 5 Kilometer entfernt. Täglich mussten wir hin und her laufen. Von 6. bis 10. Klasse durfte ich auch mit meinen Geschwistern in einem Internat wohnen und die Schule besuchen. Meine PreDegree course (etwa Abitur) machte ich in Mittel- Kerala (Palai) und wohnte bei meinen Großeltern. Ich wollte Arzt werden. Dann wurde ich vom Gott berufen, um Seine Arbeit zu tun. 1966 trat ich das Priesterseminar von MCBS (Missionary Congregation of the Blessed Sacrament) ein. 1968 machte ich meine ersten Gelübde. Ich machte mein Philosophie- und Theologiestudium in dem Priesterseminar in Aluva bei Cochin und wurde in März (15.) 1977 zum Priester geweiht. Nach meiner Priesterausbildung war ich in unserem Kleinseminar zuständig für Priesterberufe. 1978 wurde ich nach Aluva versetzt mit drei Verantwortungen: Stellvertreter des Priesterseminardirektors, Sekretär des Generaloberen, Zuständiger für Priesterberufe für MCBS.
Pater Zacharias Elavanal, MCBS
Pater Zacharias Elavanal, MCBS

1979 wurde ich nach Deutschland, in die Erzdiözese Freiburg  (im Breisgau) geschickt, um dort zuerst (5 Jahre lang)zu arbeiten und unseren Orden zu unterstützen und dann in Rom Kirchenrecht zu studieren. 1979 bis 84 arbeitete ich in Bad Krozingen als Kaplan. Da ich 5 Jahre lang arbeitete, um die Armen in unserer Mission zu unterstützen, wollte ich weiter in der Mission arbeiten, wollte ich etwas nützliches für die Arbeit in der Mission studieren: Homoeopathie. So wollte ich die armen Kranken billig medizinisch behandeln. Der Generalobere war aber nicht so froh über meine Entscheidung. Dennoch erlaubte er mir, da ich eine gute Intention hatte (so hatte er mir geschrieben). 1984 bis '88 machte die Heilpraktikerausbildung in München. „Kirche in Not“ gab mir das nötige Stipendium. Die Erzdiözese München-Freising machte mich zum Hausgeistlichen für das Altenheim "Zitaheim", wo ich Unterkunft und Verpflegung bekam und auch ein Taschengeld. In beiden Erzdiözesen bekam ich große Unterstützung. 1988 bis 89 machte ich Praktikum bei Dr. Becker in Freiburg. 1989 kam ich nach Indien zurück und machte eine weitere Ausbildung in Homoeopathie. 1990 begann ich meine Praxis in unserer Shimogamission. Gleichzeitig war ich zuständig für die Sozialarbeit in der Mission. 2005 wurde ich Provinzial der Zionsprovinz von MCBS und lebte bis 2008 in unserem Provinzialhaus in Kozhikode. Seit 2008 bin ich wieder in der Shimogamission, welche inzwischen eine Diözese geworden ist. Jetzt bin ich zuständig für die Sozialarbeiter in der Diözese. 3 Tage mache ich auch meine homoeopathische Praxis. Ich habe am meisten Freude, unter den Armen, vor allem mit Kindern zu arbeiten. Ich baute zwei Kinderheimen in unserer Mission, wo auch heute etwa 140 Waisen und arme Kinder leben und die Schule besuchen.
Seit ich Deutschland verließ (in 1989), machte ich jedes 2. oder 3. Jahr Ferienvertretung in Deutschland. Da besuchte ich alle unsere Wohltäter und bedankte mich. Da viele Deutsche mich großzügig unterstützten, konnte ich vielen Armen helfen.
 
Schwerpunkt meiner Arbeit ist es, den Armen zu helfen. Meine Eltern waren fromme Menschen. Mein Vater vor allem liebte die Armen und half ihnen viel. Zu Hause erfuhr ich keine Armut. Wir konnten lernen, was wir wollten. Aber überall sah ich Armut, die hungernden Kinder machte mir immer Sorgen. Für die Armen zu arbeiten war mein Traum. Da habe ich am meisten Freude. Ich liebe die Armen und sie lieben auch mich. Das erlebe ich jeden Tag. Ich bin froh in der Mission zu sein. Hier werde ich gebraucht und erfahre viel Liebe und finde die Erfüllung meines Lebens. Schenken ist viel schöner als Nehmen. Schenken ist göttlich, das ist meine Erfahrung und hoffe auch Ihre.“

So weit der Lebenslauf von Pater Zacharias. Erzählt hat er nicht, dass sein Bruder Thomas, der im selben Orden ist wie er, Bischof von Kalyan ist, einem Gebiet, das zum Großraum Mumbai (Bombay) gehört. Bischof Thomas war ja auch schon in Großheubach zu Gast.

Außerdem hat er verschwiegen, dass eine seiner Schwestern Ordensfrau ist. Sie arbeitet als Frauenärztin in Irland und trägt mit dem Geld, das sie verdient, dazu bei, dass ihre Ordengemeinschaft armen Menschen helfen kann.